Letzte Woche bin ich über ein Lied gestolpert.
 
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Wie das halt manchmal so geht, wenn man im Netz unterwegs ist – da komme ich von der Seite einer Sängerin, die ich schätze, auf deren Musikvideos und weiter… Zunächst bin ich an der Inszenierung des Videos hängen geblieben, drei Frauen, ein Klavier, ein Saxophon. Dann hat mich die Mehrstimmigkeit fasziniert und schließlich drang der Text zu mir durch. Ein Zufallstreffer, der mich bewegt, in meinen Ohren hängen bleibt, sich Raum nimmt. Da sind Worte und Klänge, die mich ansprechen und berühren.
 
Mich treffen lassen von dem, was mir begegnet, ob nun ein Lied, eine Frage, ein Thema oder auch ein Mensch – dazu brauche ich vor allem Offenheit. Sonst kann mich etwas zwar umhauen. Ob ich wirklich berührt bin, bleibt aber fraglich. Und erst wenn ich mich offen auf eine Begegnung, ein Treffen einlasse, kann Entwicklung und Veränderung geschehen. In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 2,14a.36-41) wird beschrieben, dass Worte „mitten ins Herz“ treffen. Und dass das nicht folgenlos bleibt, sondern nach einem Moment der Vergewisserung ein Handeln nach sich zieht.
 
Worte, die mitten ins Herz treffen – welche Nachricht, welches Wort, hat dich zuletzt mitten ins Herz getroffen? Konntest du innehalten oder musstest du gleich weiter? Konntest du dich mit jemanden darüber austauschen, was diese Nachricht, dieses Wort für dich und dein Leben bedeutet? Und hat es dein Handeln verändert?
 
Ich mag mir nächste Woche Zeit nehmen für das, was mich mitten ins Herz trifft. Vielleicht ja auch eine Idee für eure Woche.
 
Kerstin
Wer meinen Ohrwurm testen möchte: https://www.youtube.com/watch?v=2z2-vW8w_tM
 
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